Am 16.1.2010 fand die ordentliche Hauptversammlung der Feuerwehr Ingersheim im Feuerwehrhaus statt.
Kommandant Martin Bäßler konnte hierzu Bürgermeister Volker Godel,Kämmerer Patrick Holl und einige Mitglieder des Gemeinderates begrüßen. Des Weiteren begrüßte er die Alterswehr mit ihrem Ehren Kommandant Friedrich Rühle und die Jugendfeuerwehr mit Ihrem Jugendwart Alexander Mann.
Nach der Totenehrung berichtete Martin Bäßler über den Personalstand der Wehr, 56 Aktive Kameraden davon eine Frau, 43 Kameraden in der Alterswehr und 14 Mitglieder in der Jugendfeuerwehr ergeben einen Personalstand von 113 Kameraden.
Mit 24 Mann ist man auch Tagsüber bei Einsätzen schlagkräftig, so Bäßler. 2009 war mit 38 Einsätzen ein relativ Ruhiges Einsatzjahr. Überwiegend waren dieses Jahr die Hilfeleistungseinsätze. Dieser Trend wird sich auch die nächsten Jahre fortsetzen. Die Feuerwehr wird immer mehr zum Dienstleister der Bürger. Ob Katze auf dem Dach, aufgeflexter Öltank, Ölspuren oder Türöffnungen, die Feuerwehr muss für alle Arten von technischen Einsätzen bereit sein. Mutwillige Brandstiftungen gab es dieses Jahr nicht, alle anderen Brandeinsätze stellten sich als Fehlalarme heraus. Heikel war ein Einsatz bei einem Suizid mit Gas. Glücklicherweise kam es nicht zu einer Explosion – für die Person kam jede Hilfe zu spät. Eine große Herausforderung war die Rettung einer bewusstlosen Person aus einem engen und zugestellten Dachgeschoß. Alle Einsätze wurden ohne Verletzungen der Wehrleute überstanden und ohne Probleme erledigt.
Die Aktive Wehr übte an 87 Abenden, hinzu kommen die Übungen der LAZ-Gruppe, die treffen der Sportgruppe und die Übungen der Jugendfeuerwehr. Der Höhepunkt des Übungsjahres 2009 war die Hauptübung am Mörike-Kindergarten die Marcus Nägele vorbereitet hatte. Bei der Übung lag das Augenmerk auf der Rettung der Kleinkinder, welche bei einem richtigen Einsatz schnell zu einer komplizierten Angelegenheit werden kann. Dank der guten Zusammenarbeit mit den Erzieherinnen des Kindergartens ist die Feuerwehr Ingersheim in Zukunft auch für solche Situationen gewappnet. Abgerundet wurde das Übungsjahr durch das Bronzene Leistungsabzeichen, welches zwölf Kameraden unter Leitung von Sven Schaaf und Bernhard Burk ablegten.
Spitzenreiter bei den Übungen waren Sven Schaaf (84), Marcel Eggert (83), Benedict Scheller (62). Marcel Eggert hat zudem mit 482 Stunden die höchste Stundenzahl der Freigestellten im Landkreis.
2009 Stand auch wieder im Zeichen der aus und Weiterbildung. Die Grundausbildung inkl. Sprechfunkerausbildung hat Sven Fritz erfolgreich absolviert. Die Ausbildung zum Truppführer haben Fabian Bulling, Michael Nägele und Marcel Steinle abgeschlossen. Den Atemschutzlehrgang haben Florian Bäßler und Steven Burt besucht. Den Lehrgang für Maschinisten haben Bernd Grabenstein, Michael Nägele, Marcel Steinle und Daniel Volk abgeschlossen. Auf Kreisebene besuchte Markus Nägele einen Lehrgang zum Thema Handwerksarbeiten, Steffen Bulling einen zum Thema Bauunfall und Benedict Scheller nahm an einem Lehrgang zum Thema Be- und Entlüften teil. Marcus Nägele und Jens Schaaf besuchten eine Fortbildung zum Thema technische Hilfeleistung in Bruchsal. Martin Bäßler bedankte sich bei Bürgermeister Volker Godel für die unterstützung der Ausbildung und bei den Kameraden für die Bereitschaft die Lehrgänge zu besuchen.
Die Anforderungen an die Feuerwehr steigen jedes Jahr weiter an, ohne Ständige Weiterbildung kann man dem technischen Fortschritt nicht mehr folgen. Gerade bei Hybrid-Antrieben, Airbags und Photovoltaikanlagen gibt es einiges zu beachten, so Bäßler. Nach einem kurzen Überblick über die Änderungen durch das anfang des Jahres in Kraft getretene Feuerwehrgesetz, blickte Martin Bäßler auf die Kameradschaftlichen Veranstaltungen wie etwa das Pizzaseminiar, den Ausflug nach Düsseldorf oder das Grillfest zurück.
Bäßlers Ziele für 2010 sind unter anderem die Auffrischung des Erste-Hilfe-Kurses , die Teilnahme an den Lehrgängen für Gruppenführer auf Kreisebene und die Vorbereitung des Kommandantenwechsels 2011. Sein seitheriger Vize Andreas Fritz soll in seine Fusstapfen treten, dies ist schon längere Zeit geplant. Den Mannschaftstransportwagen (MTW) der im Bedarfsplan für 2011 vorgesehen ist will der Kommandant solange wie möglich schieben, dies ist unser Beitag zur wirtschaftlichen Situation der Gemeinde.
Schriftführer und Kassier Bernhard Burk berichtete von den vier Ausschußsitzungen und dem Kassenstand. Benedict Scheller berichtete für die Kassenprüfer über den zustand der Kasse. Bernhard Burk wurde anschließend von der Versammlung einstimmig entlastet.
Friedrich Rühle berichtete von den Aktivitäten der Alterswehr und über deren Altersstruktur. Das älteste Mitglied ist 85 Jahre. Er wünschte sich, das die Regelmäßigen Stammtische etwas mehr zuspruch finden und bedankte sich für die Unterstützung im vergangenen Jahr.
Alexander Mann berichtete über die Aktivitäten der Jugendfeuerwehr. Teilnahme am Kinderferienprogramm, Kartfahren, Zeltlager und 24 Stundenübung sorgten bei den Jugendlichen für abwechslung. Spitzenreiter bei den Übungsbesuchen waren Kevin Steinle (22), Steffen Koch (20) und Mateo Reber (19).
Jens Schaaf berichtete über die Übunbgen der 39 Atemschutzgeräteträger bei denen der Schwerpunkt auf der Atemschutzüberwachung lag. Eine Übung am Schlauchturm in Bietigheim-Bissingen zeigte, das es gar nicht so einfach ist, mit Atemschutzgerät durch ein Fenster im dritten Obergeschoß einzusteigen. Auch die übungen an Abbruchhäusern waren sehr sinvoll, da hier unter nahezu realistischen Bedingungen geübt werden kann. Er benonte, das die Abbruchhäuser nur für kurze Zeit zur Verfügung stünden und die Anwohner leider selten das nötige Verständniss für die Arbeit der Feuerwehr aufbringen.
Marcus Nägele berichtete von den Maschinistenübungen bei denen der Schwerpunkt auf technischer Hilfe lag. Er wünschte sich, das die Maschinistenübungen mehr zuspruch finden, da bei einzelnen die Übungsbeteiligung sehr gerinig ist.
In seiner Funktion als Gerätewart berichtete er über die Kilometerstände der Fahrzeuge. Kleinere Reparaturen an den Fahrzeugen habe man selber durchführen können und dadurch Geld gespart.
Martin Bulling berichtete über die Aktivitäten der Sportgruppe die auch im vergangenen Jahr an einer ganzen Reihe von Sportlichen vergleichen teilgenommen hatte. Leider war die Beteiligung bei den einzelnen Angeboten sehr unterschiedlich. Da er aus privaten Gründen das Amt des Sportwarts nach 9 jahren niederlegt, wünschte er seinem Nachfolger, Florian Bäßler, gutes gelingen.
Bürgermeister Volker Godel bedankte sich in seinem Grußwort für die Einsatzbereitschaft der Wehr. Er zeigte sich erfreut, das die Feuerwehr auch ihren Teil zum sparen bei der derzeitigen Finanzlage beiträgt. Er stellte aber gleichzeitig dar, das die Kosten der Feuerwehr immer in konstitution zur hohen Anzahl der sich ehrenamtlich engagierten Menschen stehen.
Florian Bäßler, Steven Burt und Michael Grösch wurden zum Feuerwehrmann ernannt. Fabian Bulling, Marcel Eggert und Michael Nägele wurden zum Oberfeuerwehrmann befördert. Rainer Fink wurde für 25 aktiven Dienst mit der silbernen Ehrennadel des Landes B.W.ausgezeichnet. Robert Zeltwanger wurde für 40 Jahre aktiven Dienst mit der goldenen Ehrennadel des Landes B.W.ausgezeichnet. Eine Ehrung für 30 Jahre aktiven Dienst erhielten Hubert Bulling, Bernd Spielmann, Reiner Walther und Klaus Zeltwanger.
Bei der Alterwehr wurden Günter Luidthardt und Martin Wagner für 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Hermann Maier, Friedrich Haug und Alfred Männer für 60 Jahre. 70 Jahre bei der Feuerwehr sind der ehemalige Kleiningersheimer Kommandant Helmut Rörich und stellvertretender Kommandant Kurt Kofink, die ebenfalls geehrt wurden.
Sven Fritz, Felix Groß, Christoph Hildenbrand und Timo Reber traten in die aktive Wehr ein. Bei der Jugendfeuerwehr konnten Robert Richter und Luca Kofink als neue Mitglieder begrüßt werden.
Jürgen Schuch, Karl Zentmaier und Rainer Fink wechseln in die Alterswehr.
Wolfgang Friedrich trat nach 46 Jahren aktivem Dienst ebenfalls in die Alterswehr über und dies nur weil der Gesetzgeber dies mit 65 so vorsieht. Er ist die gute Seele der Feuerwehr. Nach standing Ovations für sein beispielloses Engangement in den letzten Jahren sicherte er zu, weiterhin in der Küchenmannschaft zu bleiben. Martin Bäßler bedankte sich bei Wolfgang Friedrich für das seither geleistete und betonte das die gesamte Mannschaft sich freut das er weiter die Versorgung der Mannschaft übernimmt.
Somit ergibt sich ein Personalstand von 55 Aktiven, 47 Kameraden in der Alterswehr und 13 Mitglieder in der Jugendfeuerwehr.