Hauptübung zum 150-jährigem Jubiläum – Von der Eimerkette bis zum Löschzug



Am 07.09.2013 fand die Hauptübung der Feuerwehr Ingersheim statt. Die Hauptübung stand ganz im Zeichen des Jubiläums und die zahlreichen Zuschauer, darunter Bürgermeister Godel und zahlreiche Gemeinderäte, erwartete eine kleine Zeitreise die sich im Ortskern von Kleiningersheim ereignen sollte.

Zunächst nahm Kommandant Andreas Fritz, der die Übung kommentierte, die Zuschauer mit ihn’s Jahr 1838. Was für die Zuschauer gleich zu den Akteuren der Übung machte. Mit dem Ausruf „Feurio!“ wurde die Bevölkerung zur Brandstelle gerufen. Damals gab es in Ingersheim noch keine Feuerwehr und der brennende Mülleimer vor dem Rathaus musste von den Bürgern mittels Eimerkette selbst gelöscht werden.

Der nächste Zeitsprung führte in die Anfänge der Feuerwehr. Genau ins Jahr 1890. Im Rathaus war ein Feuer ausgebrochen und eine Person war vom Feuer im Dachgeschoß eingeschlossen. Der Hornist, der das Feuer bemerkte, bließ zum Alarm. Kurze zeit später trafen dann auch die ersten Feuerwehrleute im Feuerwehrhaus, welches früher im Rathaus unter gebracht war, rasch wurden die Klamotten gewechselt und die Spritze aus dem Feuerwehrhaus gefahren. Kurze Zeit später kam – nach dem einen oder anderen derben Spruch – auch das erste Wasser aus dem Strahlrohr. Natürlich dürften die Zuschauer auch wieder ran, denn zu dieser Zeit galt auch ein Gemeinderatsbeschluss mit dem Inhalt „Bloße Zuschauer, mögen Sie sein wer Sie wollen, sind bei einem Brande nicht geduldet sondern zur Arbeit angehalten“. Kurz darauf traf die Feuerwehr aus Großingersheim traf mit der Leiter zur Überlandhilfe ein. Rasch war die Leiter unter Kommando von Klaus Heinerich in Stellung gebracht und die Person über die Leiter gerettet.

Ein wenig später, im Jahr 1950, brannte es abermals im Rathaus – wieder ist eine Person vom Feuer eingeschlossen. Sogleich ertönte auch die Sirene die mit dem einminütigen, zweimal Unterbrochenen Heulton, die Feuerwehr im Ort in Alarmbereitschaft versetzte.
Mit dem alten Löschgruppenfahrzeug vom Typ LF8 der Ingersheimer Wehr rückte die Feuerwehr am Brandort an. Die Kameraden aus Bissingen kamen mit dem Schlauchwagen zur Hilfe und sorgten für die nötige Wasserversorgung an der Brandstelle. Während die Steckleiter in Stellung gebracht wurde der Brand zunächst von außen und anschließend von auch von innen bekämpft. Schlussendlich konnte die Person durch die Löschgruppe von Rolf Nägele über die Steckleiter in Sicherheit gebracht werden.

Gleich darauf musste der Stellvertretende Kommandant Benedict Scheller den Notruf 112 wählen. Es brannte wieder im Rathaus am Fenster im zweiten Obergeschoss rief eine Person um Hilfe. Kommandant Andreas Fritz erhielt wenige Sekunden später, wie die übrigen Feuerwehrleute auch, die Einsatzmeldung auf seinen Funkmeldeempfänger.
Innerhalb weniger Minuten traf ein kompletter Löschzug, bestehend aus Führungsfahrzeug, zwei Löschfahrzeugen und der Bietigheimer Drehleiter am Rathaus ein. Nach kurzer Erkundung durch Zugführer Klaus Heinerich, waren die Aufgaben verteilt und die ersten Trupps gingen unter Atemschutz ins Gebäude vor. Draußen wurden Riegelstellungen aufgebaut und die Drehleiter in Stellung gebracht. Wenig später war die Person in Sicherheit und das Feuer im Rathaus gelöscht. Nach abschließenden Belüftungsmaßnahmen konnte der Befehl zum Abmarsch gegeben werden.

Im Anschluss an die Übung, bewirtete die Jugendfeuerwehr die Zuschauer in der Kelter. Wir bedanken uns bei der Feuerwehr Bietigheim-Bissingen für die Mitwirkung an unserer Übung.

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